Referenzen im Schweizer Lebenslauf: Vollständiger Leitfaden

Einleitung
In der Schweiz werden Referenzen sehr ernst genommen. So handhaben Sie sie effektiv.
Das Schweizer Arbeitszeugnis
Ein obligatorisches Dokument
Jeder Arbeitgeber muss am Ende des Arbeitsverhältnisses ein Arbeitszeugnis ausstellen.
Arten von Zeugnissen
Vollständiges (qualifiziertes) Zeugnis
- Beschreibung der Aufgaben
- Leistungsbeurteilung
- Verhaltensbeurteilung
- Empfehlungen
Einfache Arbeitsbestätigung
- Beschäftigungsdaten
- Ausgeübte Funktion
- Keine Beurteilung
Zwischen den Zeilen lesen
Das Schweizer Arbeitszeugnis verwendet einen Code:
- «zu unserer vollen Zufriedenheit» = sehr gut
- «zu unserer Zufriedenheit» = durchschnittlich
- «hat sich bemüht» = ungenügend
Referenzen im Lebenslauf
Soll man sie erwähnen?
Im Lebenslauf: Nein, nicht nötig.
Schreiben Sie stattdessen: «Referenzen auf Anfrage verfügbar»
Bereitzustellen: Auf Anfrage des Recruiters (oft am Ende des Prozesses).
Wie viele Referenzen?
In der Regel 2–3 Personen:
- Aktueller direkter Vorgesetzter
- Ehemaliger Manager
- Kollege oder Projektpartner (falls relevant)
Die richtigen Referenzen wählen
Gute Referenzen
- Direkte Vorgesetzte
- Mentoren
- Zufriedene Kunden
- Projektpartner
Zu vermeiden
- Familie oder Freunde
- Kollegen auf gleicher Stufe (ausser in Ausnahmefällen)
- Manager, mit denen Sie Konflikte hatten
Referenzen vorbereiten
Bevor Sie sie angeben
- Bitten Sie um Erlaubnis
- Informieren Sie sie über die angestrebte Stelle
- Erinnern Sie sie an Ihre wichtigsten Leistungen
- Stellen Sie Ihren aktuellen Lebenslauf zur Verfügung
Anzugebende Informationen
- Vollständiger Name
- Aktueller Titel
- Unternehmen
- Direkter Telefonnummer
- Berufliche E-Mail-Adresse
- Beziehung zu Ihnen
Referenzüberprüfung in der Schweiz
Was überprüft wird
- Beschäftigungsdaten
- Titel und Verantwortlichkeiten
- Allgemeine Leistung
- Kündigungsgrund
- Würde man Sie wieder einstellen?
Ihre Rechte
- Sie können die Referenzen vor der Überprüfung einsehen
- Sie haben ein Recht auf Zugang zu den Informationen
Negative Arbeitszeugnisse
Was tun?
- Bitten Sie um sachliche Korrekturen
- Verhandeln Sie ein Zwischenzeugnis
- Letzter Ausweg: Rechtsweg
Prävention
Bitten Sie regelmässig um Feedback, um Überraschungen zu vermeiden.
Fazit
Handhaben Sie Ihre Referenzen proaktiv. Sie können bei einer knappen Bewerbung den Unterschied machen.
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